OWITA - Ostwestfälisches Institut für Innovative Technologien in der Automatisierungstechnik

Innovative Technologien in der Automatisierungstechnik

Grundstein für Haus der Ideen

Lippische Landes-Zeitung vom 6. August 2009

Grundstein für Haus der Ideen
Ministerpräsident legt Hand für neues Innovationszentrum an der Hochschule an

Lemgo (Rei). Angehende Ingenieure praxisnah schulen und wissenschaftliche Erkenntnisse in kurzer Zeit in Unternehmen tragen: Das soll das neue „Innovationszentrum Industrial IT“ an der Hochschule OWL in Lemgo leisten, für das gestern Ministerpräsident Jürgen Rüttgers den Grundstein legte.

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Es ist angerichtet: Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (Mitte) schwingt die Kelle, Hochschul-Präsident Prof. Tilmann Fischer wird gleich die Betonplatte auf den Grundstein legen. Rechts schaut Klaus Eisert (Phoenix Contact) zu.
FOTO: GESTENDORF-WELLE

Auf dem Campus entsteht bis Mai 2010 für eine Investitionssumme von rund 8,4 Millionen Euro eine echte Rarität. „Hier bauen private Investoren auf öffentlichem Boden, um das Gebäude anschließend zu vermieten.“ In das Objekt fließe kein Euro aus öffentlichen Mitteln, betonte gestern Hochschul-Präsident Prof. Tilmann Fischer vor rund 200 Gästen aus Wissenschaft , Wirtschaft und Politik. Das Grundstück stellt der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes (Bielefeld) in Erbpacht zur Verfügung. Bauherrin des Zentrums mit 5550 Quadratmetern Nutzfläche ist eine „Gesellschaft Lippischer Unternehmen“ GbR. Mieter sind die Kooperationspartner des Innovationszentrums: Phoenix Contact (Blomberg), Weidmüller Interface (Detmold), KW-Software (Lemgo), ISI Automation (Extertal), OWITA (Lemgo) und das Hochschul-Institut Industrial IT (inIT), das bisher in Containern auf dem Campus untergebracht ist.

„Industrial IT“ gilt als Zukunftsmarkt. „Es geht um intelligente Produktionsprozesse. Ein Beispiel: Maschinen werden miteinander verbunden und tauschen Informationen aus, um in einem Störungsfall in Sekundenbruchteilen reagieren zu können“, sagt Dr. Claudia Mitschke, Leiterin „Technologietransfer“ an der Hochschule. Treiber des neuen Innovationszentrums ist Prof. Jürgen Jasperneite. Für ihn geht es unter dem neuen Dach darum, die Balance zwischen der Vertraulichkeit von Projekten und dem Austausch von Erkenntnissen und Forschungsergebnissen zu finden. Als Beispiel für Produkte, die im inIT entwickelt werden, steckte Jasperneite einen winzigen Mikrochip in die Stahlrolle für den Grundstein: in der Entwicklung vier Millionen Euro teuer, späterer Marktpreis: etwa sechs Euro pro Stück.

In seiner Ansprache betonte Ministerpräsident Rüttgers (das Land fördert ein Forschungsprojekt des inIT mit vier Millionen Euro), dass NRW trotz der Krise ein Industrieland sei und bleibe. Das neue Zentrum an der Hochschule bezeichnete er als „Zeichen in einer schwierigen Situation, dass es gerade jetzt Zeit ist, in Innovation zu investieren.“ Letzterer Begriff fiel immer wieder gestern Nachmittag. Klaus Eisert, geschäftsführender Gesellschafter von Phoenix Contact, übersetzte das Neudeutsch schmuck: „Innovation bedeutet, sich immer was Neues einfallen zu lassen.“

Grundstein für Haus der Ideen
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Quelle: Lippische Landes-Zeitung vom 6. August 2009

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